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Thema Schweizer Damen Open

Dienstag, 18. September 2007 1655 x gelesen  |  0 Kommentare
 

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Ein Aufruf von Sabina Dederding, Winterthur

Am vergangenen Sonntag fand im Billardcenter Winners in Brugg eines der wenigen Damenturniere statt. Es war das erste der bereits wieder angelaufenen Billardsaison.

Das Teilnehmerfeld war leider Gottes einmal mehr nicht gerade weltbewegend. Gerade mal 13 Spielerinnen waren gemeldet. Und das, obwohl, Stand heute, 31 Damen und 4 Mädchen eine Poollizenz für die anstehende Saison gelöst haben.


Da stellt sich die Frage: Warum so wenige Anmeldungen? Die Turnierdaten sind schon lange im Vorfeld veröffentlicht worden. Man/Frau könnte früh genug diese Daten reservieren. Es ist auch mir klar, dass das Privatleben Vorrang hat. Und dass es manchmal schwierig ist Prioritäten zu setzen.

Da ich diese Beobachtung (und da bin ich nicht alleine!!!) bereits mehrere Male gemacht habe, frage ich mich nochmals: Warum?

Es gibt Leute, die den Damenbillardsport fördern möchten und denen spreche ich meinen Dank aus. Diese Leute ermöglichen den Damen, sich an reinen Damenturnieren untereinander zu messen. Vielen von euch sollte doch genau das ein Ansporn dafür sein, sich an diese Turniere anzumelden, mitzumachen und euer Bestes zu geben.

Was ist der Grund, dies nicht zu tun?

Ist es die Distanz? Wohl kaum. Wir können von Glück sagen, dass wir in der Schweiz leben. Beispiel Deutschland: Grand Prix oder noch besser Deutsche Meisterschaften. Spielerinnen aus München nehmen für ein Turnier in Frankfurt 400 km, in Düsseldorf 640 km und Hamburg gar 800 km Fahrt in Kauf. Und dies sogar mit Übernachtungskosten!! Die Stunden, die die Deutschen Damen an einem Turnierwochenende im Auto verbringen könnt ihr euch selber ausrechnen. Und das waren ja nur die Hinfahrten.
Da können und dürfen wir uns wirklich nicht beklagen!

Oder ist es die Angst, die bei vielen eine grosse Rolle spielt? Ich meine damit; sich selber einen zu grossen Druck auferlegen und zu sich sagen:
„warum soll ich da hinfahren? Ich spiele zwei Spiele und fahre wieder nach Hause. Und dafür soll ich auch noch Startgeld bezahlen und den „weiten“ Weg auf mich nehmen“?
Ich hoffe nicht, dass das der Grund ist! Oder bringe ich es hier gerade auf den Punkt?

Liebe Billardkolleginnen!!! Ich sage es nochmals: es sollte doch für alle!!! und da meine ich wirklich alle!!! egal welche Spielstärke, egal welche Rangierung, eine Herausforderung sein, sich unter seinesgleichen messen zu können und sehen zu können wo man/Frau steht.

Für Mittelklassespielerinnen, Anfänger und Neulinge sollte es ein Ansporn sein, gegen Elite-spielerinnen spielen zu dürfen. Denn von Besseren kann man lernen und profitieren. Und für die Topgesetzten ist es eine Herausforderung auch gegen niedriger klassierte gutes Billard zu zeigen und sich durchzusetzen. Ob man/Frau ein Trainingsmonster ist oder nicht, auf welchem Niveau man/Frau spielt, das sieht man/Frau erst an Turnieren. Denn, und das wissen wir alle, ist es einfach im Training gute Leistungen zu erbringen. Diese dann aber an Turnieren umzusetzen, um so schwieriger. Ergo: Je mehr Turniere, je mehr Turniererfahrung, je mehr Teilnehmer, je höher wird das Niveau jeder Einzelnen, um so interessanter die Challenge. Und das macht das ganze noch spannender!!!

Ansonsten stellt sich dann vielleicht wirklich mal die Frage: „Warum habe ich eigentlich eine Lizenz?“

Ich weiss, dass es vielfach auch an der Zeit liegt, die man/Frau gerade eben für diese Turniere oder für das Training nicht hat. Ich weiss auch, dass nicht jede von euch das Ziel Europameisterin zu werden vor Augen hat. Aber ein Aufstieg in die Elite, sich in der Elite zu etablieren, oder gar einen Schweizermeistertitel zu erspielen. Einmal ganz oben auf dem Treppchen stehen. Das wär doch was!! So ganz unter uns, es ist ein geiles Gefühl!!

Darum nochmals: Nehmt die Herausforderung an, nehmt vermehrt an diesen Turnieren teil, wenn wir schon welche haben. Spielt mit und zeigt, dass auch ihr Freude an diesem berauschenden Sport habt. Zeigt, dass noch mehr Damen da sind wo man Beachtung schenken sollte!! Bedankt euch mit einer Teilnahme bei den Centerbesitzern, die an den Damenbillardsport glauben. Bedankt euch bei denen, die uns diese Challenges ermöglichen.

Mein persönlicher Dank geht hiermit an:

- Billard Bar Aramith, Bremgarten
- Winner’s Pool Billard, Brugg
- Billard 88, Unterentfelden
- Billard New Stars, Granges-Paccot
- Billardclub Alpnach
- Billardclub Aarwangen

Wenn ich ein Center vergessen habe, dann sorry. Habe mich ja mal kurz abgemeldet.

Einfach um euch das nochmals in Erinnerung zu rufen:

Diese Centerbesitzer haben sich auf zahlreichen Wunsch hin bereit erklärt, diese Damenturniere durchzuführen. Gerade um uns diese Challenges zu ermöglichen und den Damenbillardsport zu fördern!! Dürfen aber an dieser Stelle nicht vergessen, dass es mit dem Turnier und den anfallenden Kosten, die jeder Betreiber auf sich nimmt, noch lange nicht getan ist. Centeröffnung 10:00 Uhr, manchmal sogar 09:00 Uhr. Das Personal wird gestellt. Eine Turnierleitung ist vor Ort. Und dies den ganzen langen Tag!!! Und das für gerade mal 13 Teilnehmerinnen??!! Das darf nicht sein. Nicht bei insgesamt 35 weiblichen Billardspielerinnen.

Es ist auch nicht selbstverständlich, dass diese Center weiterhin Damenturniere durchführen. Dazu zwingen können wir sie auch nicht, deshalb müssen wir sie pflegen so gut es geht. Und dies schaffen wir mit einer Turnierteilnahme.

Es wäre meiner Meinung nach, und da spreche ich sicherlich noch im Namen manch anderer Spielerin, schade, wenn es diese Turniere nicht mehr gäbe. Doch leider glaube ich, dass wenn es mit diesen niedrigen Teilnehmerzahlen so weiter geht, die Damenturniere zum Untergang verurteilt sind. Aktuelles Beispiel: der Seeländer-Cup. Es wird kein separates Damenturnier mehr gespielt. Grund: zu wenige Teilnehmerinnen im Jahre 2006!! Verständlich!

Wollen wir wirklich, dass es so weitergeht? Wollen wir, dass sich die Centerbesitzer gegen uns entscheiden und keine Damenturniere mehr durchführen? Ich denke nicht!

Darum wäre es doch super wenn ihr euch am nächsten Damenturnier zahlreich einfindet. So nebenbei: QT’s ausgeschlossen, smile.

Ich weiss, dass ich nicht alleine dastehe mit dieser Meinung. Mir liegt einfach viel daran, dass der Damenbillardsport attraktiver wird. Wenn dies nicht passiert werden wir es in Zukunft schwer haben, Respekt zu erhalten. Und genau den Respekt wollen wir uns doch erarbeiten. Also tun wir auch etwas dafür. Denn ein Uraltes Sprichwort besagt ja:

Von nichts kommt nichts!!!

Falls Kritik angebracht werden möchte, ob negativ oder positiv, dann macht das doch bitte auf dederding@feldmann-online.ch . Oder gleich über das Forum, so haben auch wir mal was zu diskutieren. Würde mich freuen etwas von euch zu hören und zu erfahren wie ihr darüber denkt.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Zeit.
Bis bald mal wieder auf diesem Sender
Sabina Dederding


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